Tipps für die Vorbereitung auf MRT Untersuchung oder OP

Röntgen Aufnahme von einem Nasenflügelpiercing

Ein ganz wichtiges Thema heute: darf man eigentlich mit dem Körperschmuck ins MRT Gerät oder zu einer OP? 

Ganz allgemein gilt für alle Arten vom Körperschmuck aus Metall folgende Aussage: diese müssen vor der MRT, CT oder für Röntgen Aufnahmen entfernt werden, da sie einerseits auf den Aufnahmen als Flecken oder Schatten erscheinen könnten und daher die Bilderkennung stören könnten. Anderseits, magnetische Metalle, wie z. B. Stahl, dürfen nicht ins MRT Gerät, während das nichtmagnetische Titan i.d.R. toleriert wird. Wenn du ein Schmuckstück aus Titan trägst, kannst du vor der Untersuchung nach einer Materialurkunde bei deinem/er Piercer/in fragen - und diese deinem/er Artz/in vorlegen. 

Vor den OPs wird man auch gebeten, alle Metallschmuckstücke zu entfernen, und wieder aus 2 Gründen: wegen Leitfähigkeit der Metalle, kann es bei der eventuellen Verwendung des Stroms zu schweren Verbrennungen kommen. Außerdem, direkt im OP-Areal darf sich ebenfalls kein Piercing befinden, da es den Zugang zu der zu operierenden Stelle verhindert und erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringt.

Doppeltes Nasenflügelpiercing mit Niobium Ringe von Precision One Jewelry

Sichere Retainer für Piercing aus Glas von GorillaGlass Jewelry für OP Zeit, MRT, CT Untersuchung oder Röntgen Aufnahmen

Wie sollte man nun am besten vorgehen?

Natürlich sollte man erstmal im Aufklärungsgespräch mit dem/r zuständigen Arzt/in die Möglichkeiten besprechen und eine akzeptable Lösung finden (vor allem wenn dein Piercing noch ganz frisch ist). Allgemein ist es empfehlenswert, vor den genannten Untersuchungen bzw OPs den Metallschmuck nach Möglichkeit bei deinem/er Piercer/in gegen sogenannte Retainer aus inerten Materialien austauschen. Bestens ist dafür zum Beispiel Schmuck aus Glas geeignet. Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine breite Palette von den Schmuckformen aus Borosilikat-, Quarz- oder Kalksodaglas, welche aufgrund ihrer hohen chemischen Verträglichkeit sowie der extrem glatten Oberflächen wenig Angriffsfläche für Bakterien oder Reizungen des Stichkanals bieten. Zudem sind diese in der Regel sehr angenehm zu tragen und, Dank der Vielfalt der Formen, kann man sicher einen passenden Retainer für fast jedes Piercing finden.


Plastikschmuck als eine kurzfristige Alternative für OP, MRT, CT, Röntgen

Und was ist mit Plastikschmuck?

Einige Piercing-Platzierungen lassen leider keine passenden Retainer aus Glas finden, wie z.B. Zungenpiercing oder Brustwarzenpiercing. Außerdem, sind es die Piercings, wo es sich entweder um Schleimhäute handelt (Zunge), oder um ein sehr bewegliches Gewebe, und dabei entsteht das Problem, dass der Schmuck sich auch nach ganz kurzer Zeit nicht mehr einsetzen lässt, da der Stichkanal sich schon nach wenigen Stunden etwas zusammen zieht. Für diese Stellen könnte man kurzfristig auch den Schmuck aus Plastik als Ersatz verwenden, welchen man aber schnellstmöglich wieder gegen Titan-oder Glasschmuck austauschen sollte, da Plastik (Teflon, Bioplast, Akryl, etc.) für das dauerhafte Tragen in dem menschlichen Körper absolut ungeeignet ist (mehr zu diesem Thema kannst du gerne in dem Artikel von Verband Professioneller Piercer e.V. lesen).

 

Ansonsten wird die Mehrheit von den komplett abgeheilten Piercings es für diese paar Stunden problemlos auch ohne Schmuck vertragen :)


Mehr zum Thema Schmuck erfährst du auf der Seite von dem Verband Professioneller Piercer e.V.